Pommersche Landesgeschichte

Pommern im 13. Jahrhundert


um 1302
Gründung des Nonnenklosters in Krummin (Usedom) [62, S. 168]

1302 Feb.14
Bündnisvertrag zwischen der Mark und Herzog Otto von Pommern-Stettin.(u.a.Abbruch der Befestigungen an der Grenze) [7/I, S. 125]

1303
Jakobikirche in Stralsund erstmalig erwähnt. 91/1.T/28

1304
Gründung eines Augustiner-Eremiten Klosters in Anklam. [62, S. 178]

1304 Okt.14
Fürst Wizlaw III von Rügen leistete in Vordingborg auf Seeland dem Dänenkönig Erich Menved den Lehnseid für Rügen. (Insel und Festland: Stralsund, Grimmen, Tribsees, Barth außer Loitz) [7/I, S. 126]

1306
Bogislaw IV. unterstützte Polen beim Kampf gegen die Mark. (Streitobjekt: Ostpommern) [7/I, S. 126]

1307 Juli17
Peter von Neuenburg erhielt von Brandenburg das Land Stolp und die Festungen Rügenwalde, Schlawe, Pollnow, Tuchel, Neuenburg als Lehn. [7/I, S. 121]

1308
Erstmalige Erwähnung eines St.Gertrud-Hospitals Stettin. Weitere in Heyden, Kirchengeschichte 2.Aufl. S.173

1308 Frühj.
Märkische Truppen zerstörten Cammin. [7/I, S. 126]

1308/09
Pommerellen ging an das Bistum Cammin über. (Vorher Gnesen) [2, S. 301]

1309 Sept.13
Markgraf Waldemar von Brandenburg verzichtete gegen eine Summe Geldes auf das Land östlich der Leba. Er behielt Stolp, Schlawe, Rügenwalde. [7/I, S. 121]

1310 Apr.
Beratung in Tribsees: (Erich von Dänemark, Markgraf von Brandenburg, Wizlaw von Rügen und Wartislaw von Pommern) Wizlaw entsagte seinen Wünschen auf Vorpommern. [7/I, S. 127]

1310
Dänenkönig Erich Menved vereinbarte mit Wizlaw von Rügen, daß das Fürstentum bei erbenlosem Tod an Dänemark fallen soll. [32, S. 6]
Neustettin erhielt Stadtrecht.[92]
Stolp erhielt Stadtrecht.[92]

1312
Rügenwalde erhielt Stadtrecht. [92]

1312 Frühj.
Stralsunder suchten die dänische Küste heim. [7/I, S. 128]

1314 Dez.9
Vertrag von Templin: Markgraf von Brandenburg trat Ansprüche auf das Land Loitz gegen eine Geldzahlung an Wizlaw III. von Rügen ab. [7/I, S. 127]

1315 Okt.25
Christoph von Halland versprach Wartislaw IV. von P-Wolgast das Fürstentum Rügen, wenn er Dänenkönig werden sollte. [32, S. 6]

1315 Sommer
Ein Heer unter Führung des Herzogs Erich von SachsenLauenburg belagerte Stralsund.
21.6.: Die Bürger überfielen das Heer am Hainholz und nahmen den Herzog gefangen. [7/I, S. 130]

1316
Wartislaw IV. von P.Wolgast erhielt die Länder Stolp und Schlawe. (Nach dem Aussterben der pommerellischen Fürsten waren sie an Brandenburg gefallen.) [124, S. 13 ]

1315-1317
Hungersnöte auch in Pommern. [85, S. 46]

1317
Schlawe erhielt Stadtrecht.[92]

1317 Nov. 24-25
Wizlaw III. söhnt sich mit Stralsund aus. Waldemar v. Brandenburg überließ Wartislaw von Pommern die Länder Stolp,Rügenwalde und Schlawe. [7/I, S. 130]

1318 Dez.20
Abschluß eines Bündnises der beiden Pommmernherzöge Wartislaw IV. und Otto I. mit Wizlaw III. von Rügen, dem Grafen Nicolaus von Schwerin und den Herren von Werle in Demmin. MUB VI 4034/35 [36, S. 20]

1319 Jun.18
Städte schlossen mit Wartislaw IV. einen Schutzbund gegen Otto I. (Anklam und Greifswald übernahmen die Bürgschaft für Wartislaws Treue.) [36, S. 20]

1319 Aug.
Aussöhnung zwischen den Herzögen Wartislaw IV. von P-Wolgast und Otto I. von P-Stettin. Otto war zu Markgraf Waldemar geflohen, Wartislaw hatte P-Stettin mitverwaltet. [30, S. 4]

1319 Aug.14
Tod des Markgrafen von Brandenburg, Aussterben der Ascanier. [36, S. 19]

1319 Dez.5
Herzog Wartislaw IV. von P-Wolgast schloß mit Greifswald, Demmin und Anklam für das Land zwischen Swine und Peene sowie die Grafschaft Gützkow ein Landfriedensbündnis. [59, S. 10]

um 1320
Baubeginn des Kolberger Doms. 91/5.T/4

1320 Feb. 3 u. März. 14
Wartislaw IV trat als Vormund Heinrichs von Brandenburg auf.
Am 18.6.1320 wurde Heinrich v. Brandenburg von König Ludwig für mündig erklärt. [36, S. 22]

1320 Juli 2
Wartislaw IV.schloß mit dem Deutschen Orden ein Schutzbündnis ab. [36, S. 24]

1320 Juli 27
Wartislaw IV.schloß mit Heinrich von Schlesien ein Bündnis ab. [36, S. 24]

1320 Aug.23
Otto I und Wartislaw IV gewährten den Juden in Prenzlau und Pasewalk die Bürgerrechte. [52, S. 119]

1320 Sept.27
Wartislaw IV und Otto I. verliehen Demmin Zollfreiheit für Beistand und Hilfe. [36, S. 25]

1320 Aug.16
Wartislaw IV., Otto I., Barnim III. erklärten, daß sie ihr Land vom Kamminer Bischof zu Lehen nehmen und ihm die Erbfolge sichern. [36, S. 25]

1320 Aug.23
Wartislaw IV und Otto I sicherten den Städten Prenzlau, Pasewalk und Templin im Namen des Dänenkönigs Christoph Privilegien (Zollfreiheit in Pommern und Dänemark) zu. Stettin, Gartz, Greifenhagen, Penkun übernahmen die Bürgschaft. [36, S. 24f]

1321 Aug. 24/25
Die Städte Prenzlau und Pasewalk erklärten, daß sie Otto I. Wartislaw IV und Barnim III. zu Vormündern und Beschirmern erwählt haben. [36, S. 25]

1320 Okt.1
Heinrich von Mecklenburg eroberte Templin zurück. Wehrmann: Es ist möglich,daß Mecklenburger bis Stettin gezogen sind.(zitiert u.a. Kantzow) [36, S. 27]

1320 Dez.28
König Ludwig an Wartislaw IV: Bewilligung des Aufschubes des Lehnsempfangs bis Ostern 1322. Zusicherung,daß Pommern bis dahin, auch wenn die Mark Brandenburg bis dahin vergeben werden sollte, keinen Lehnsherren bekommen soll. [36, S. 26]

1321 Jan.25
Wartislaw IV., Otto I.und Barnim III. nahmen den Kamminer Bischof in ihren besonderen Schutz. [36, S. 26]

1321 Mai 5
Bischof Konrad v. Cammin und die Herzöge Otto I, Waldemar IV. und Barnim III. schlossen mit Wizlaw III. von Rügen ein Bündnis. Pommern sicherte Wizlaw die Erbfolge zu. Ebenso 2000 Mark lötiges Silber. Sie setzten Land und Stadt Treptow als Pfand. (MUB VI Nr.4271) [36, S. 28]

1321 Mai 6
Pommernherzöge Wartislaw IV., Otto I.und Barnim III.erneuerten den Schutzbund mit dem Kamminer Bischof [36, S. 28]

1321 Aug.12
Pommernherzöge bestätigten ein Gericht für Landfriedensbrecher. Beteiligte Städte: Greifswald, Anklam, Demmin, Treptow/Toll., Ückermünde sowie Vasallen der Länder Demmin, Treptow, Ückermünde, Groswin. [36, S. 28]

1321 Aug.16
Otto I. und Wartislaw IV. verkauften dem Kamminer Kapitel das Land und die Stadt Cammin für 8000 Mark (in 10 Jahren wiederkäuflich) [36, S. 29]
1331 Mai 11: Kamminer Bischof verlängerte die Rückkaufszeit auf 12 Jahre und erließ 1000 Mark [36, S. 47]

1321 Okt.1
Die Herzöge Otto I und Wartislaw IV. vereinbarten bei Gollnow eine gemeinsame Staatsverwaltung. Die Hofhaltung wurde für 4 Jahre zusammengelegt. [36, S. 29] Zum Hofstaat gehörten 75 Personen. [38, S. 148] PUB IV Nr.3541

1321 Dez.7
Herzog Wartislaw IV überließ Heinrich Behr das Land Bütow als Eigentum. [36, S. 29]

1322
Erwähnung eines Gertrudhospitals in Stralsund. Weitere nicht sicher datierbar. [89, S. 31ff]

1322 Juni 7
Herzog Otto I. von Pommern Stettin gestattete der Stadt Anklam, zusammen mit Greifswald, Demmin, Altentreptow Raubschlösser zu brechen. Schloß Bugewitz war schon zerstört worden. Die Erlaubnis wurde 1326 wiederholt. [59, S. 11]

1322 Aug.2
Wizlaw III von Rügen schloß in Damgarten Frieden mit Heinrich von Mecklenburg. [36, S. 31]

1323 Aug.18
König Ludwig der Bayer bestätigte dem Kloster Kolbatz die Privilegien und Güter. [36, S. 32]

1324 März18
Der junge Markgraf Ludwig und Berthold von Henneberg trafen in Schwedt/O.ein. Prenzlau bekam Rechte bestätigt. [36, S. 34]

1324 März23
Päpstlicher Bann gegen König Ludwig. [36, S. 35]

1324 Juni24
König Ludwig der Bayer (Wittelsbach) belehnte seinen Sohn mit der Mark. Schloß darin auch die Herzogtümer P.-Stettin und P.-Demmin ein. Text: 71 B II S 14 f Nr.613 [36, S. 34]

1324 Nov.18
Templiner Schutzbündnis des Kamminer Bischofs mit dem Brandenburger Markgrafen: Vorbehalte:
Markgraf: außer gegen Kaiser und Reich
Bischof: außer gegen Papst und Kirche [36, S. 53]

1325 Juni 18
Die pommerschen Herzöge schlossen mit polnischem König Wladislaw Lokietek ein Bündnis. [36, S. 35]

1325 Aug.10
Papst Johannes XXII. forderte neben anderen die Pommernherzöge auf dem Markgrafen von Brandenburg auf alle Weise entgegenzutreten. [36, S. 36]

1325 Nov.8
Tod Wizlaws III. von Rügen.

1325 Dez.6
Wartislaw IV. nahm die Huldigung Stralsunds als neuer Herr des Fürstentums Rügen an. Bestätigung und Erweiterung der Privilegien. [32, S. 6]

1326 Mai 24
Der vertriebene Dänenkönig Chistoph belehnte in Barth Herzog Wartislaw IV. mit dem Fürstentum Rügen. [36, S. 38]

1326 Aug.6
Der abgesetzte Dänenkönig Christoph belehnte Heinrich II.von Mecklenburg und die Herren von Werle erneut mit dem Fürstentum Rügen gegen die Zusage der Unterstützung. [32, S. 7]

1326 Aug.15
Die Ritter und Knappen von Rügen schlossen mit Stralsund ein Bündnis. Sie wollten keinen Herren ohne vorherige Konsultation akzeptieren. [32, S. 8]

1326 Spätsommer
Die kriegerischen Auseinandersetzungen um das Fürstentum Rügen begannen. Eroberung von Barth und Grimmen durch die Mecklenburger; Übergabe von Loitz ohne Kampf. (außer Schloß) [32, S. 8]

1326 Sept.
Graf Gerhard von Holstein kam nach Stralsund und nahm die Huldigung entgegen. Er vernichtete die in Loitz errichteten Befestigungen der Mecklenburger. Er schloß danach Frieden mit Mecklenburg. [32, S. 9]

1326 Dez.24
Stettiner Herzöge übernahmen die Vormundschaft über die unmündigen Wolgaster Herzöge. [32, S. 9]

1327 März 13
Belehnung des Grafen Berthold von Henneberg mit dem Fürstentum Rügen durch König Ludwig von Bayern [32, S. 7]

1327 März 13
Die Schloßbesatzung von Loitz, Demminer und Greifswalder Soldaten eroberten Loitz und vertrieben die Mecklenburger. Es wurden von den Greifswaldern 50 Bewaffnete und 12 Bogenschützen in Loitz stationiert. [32, S. 10]

1327 Juli
Die Kämpfe um das Fürstentum Rügen begannen wieder. Demmin wurde von den Mecklenburgen belagert. [32, S. 11]

1327 Aug.16
Die Mecklenburger erschienen vor Greifswald. Sie wurden abgewiesen und verwüsteten das Land Wusterhusen. Sie errichteten um diese Zeit eine Befestigung am Schopendamm bei Loitz. [32, S. 11]

1327 Sept 5
Vergleich zwischen Otto I., Barnim III., den Kindern Wartislaws IV. und dem Kamminer Stift mit dem Markgrafen in Ueckermünde: Barnim III. sollte Mechthild (Tochter Rudolfs v.Bayern) heiraten. (Ehe kam nicht zustande) Gegenseitiger Beistand, förmlicher Friedensschluß,Lehnsfrage wurde nicht erwähnt [36, S. 41]

1327 Sept.25
Stettiner Herzöge Otto I. und Barnim III. versprachen, die unmündigen Kinder Wartislaws IV und die Mutter zu schützen. [36, S. 42]

1327 Okt.
Schlacht bei Griebenow. Greifswalder Bürger und Soldaten besiegten die Mecklenburger. [32, S. 11]

1328 Jan.27
König Ludwig der Bayer wurde Kaiser. Er befahl den pommerschen Herzögen, ihre Länder vom Markgrafen zu Lehen zu nehmen. [7/I, S. 135]

1328 Feb.24
Beratungen zwischen Pommern und dem Markgrafen in Naulin bei Pyritz: Bisherige Verträge sollten gehalten werden. Beim Eintreffen der kaiserlichen Aufforderung (vgl.1328 Jan27) wurden die Verhandlungen abgebrochen. [36, S. 43]

1328 März
Greifswalder, Anklamer, Demminer und der Graf von Gützkow versuchten, die Befestigung am Schopendamm bei Loitz zu beseitigen. Es gelang nicht, weil die Stralsunder Hilfe ausgeblieben ist. [32, S. 12]

1328 Apr.
Herzog Heinrich II. von Mecklenburg zog gegen das Herzogtum P.-Stettin nach Treptow/Toll. Bei Völschow wurden die Mecklenburger geschlagen. [32, S. 12]

1328 Nov.15
Vertrag zwischen Otto I.und Barnim III. mit Heinrich von Mecklenburg. Heinrich versprach den Herzögen militärische Unterstützung. [36, S. 43]

1328 Juni 27
Frieden von Brudersdorf (b.Dargun): Mecklenburger entsagten ihren Ansprüchen auf das Fürstentum Rügen gegen eine Abfindungssumme von 31000 Mark lötigen Silbers nach kölnischem Gewicht innerhalb von 12 Jahren. Pfand: Länder Barth, Grimmen und Tribsees. Zahlungsfrist 6.12.1340 [7/I, S. 135] und [32, S. 12]

1328 nach Juni 27
Die Descriptio Gryphiswaldensis erschien. (Bericht des Greifswalder Rates über den Rügischen Erbfolgekrieg) MUB 7 S 569ff

1329- 1341
Das Land Stolp wurde an den Deutschen Orden verpfändet [7/I, S. 138]

1329 Jan.1
Barnim III. versprach,keine Burgen an Oder,Swine,Peene und am Haff zu bauen. vgl.1340 März 23 [36, S. 44]

um 1330
Die Leba bildete die Ostgrenze des Camminer Bistums.[2, S. 301]

1330 Jan.29
Waffenstillstand zwischen Pommern und Brandenburg [7/I, S. 135] und [36, S. 44]

1331 Feb.12
Der Papst ermahnte die Pommernherzöge, Ludwig dem Bayern und seinem Sohn, dem Markgrafen von Brandenburg entgegenzuarbeiten. (Wiederholt am 18.8.1331) [36, S. 46]

1331 März 13
Der Papst stellte Lehnsurkunde für die Pommernherzöge aus. [7/I, S. 135]

1331 Apr.11 Juli15
Barnim III. schloß ein Bündnis mit Johann von Werle und Albrecht u. Johann von Mecklenburg sowie Heinrich von Schwerin. [36, S. 47]

1332 Aug.1
Schlacht am Kremmer Damm: Märkisches Heer wurde von Barnim III. geschlagen. [7/I, S. 136]

1333
Falkenburg erhielt Stadtrecht.[92]

1333 Juni 28
In Lippehne wurde zwischen der Mark und Pommern Frieden auf 3 Jahre geschlossen. Es erfolgte keine Aussage zur Lehnsfrage. [36, S. 51]

1334 Dez.3
Schutzbündnis der Herzogin Elisabeth von Pommern (mit Sohn Bogislaw V.) mit dem Markgrafen. [36, S. 54]

1334 Dez.19
Herzogin Elisabeth von Pommern verbündete sich mit dem Bischof von Cammin. (außer gegen den Markgrafen) [36, S. 54]

1337 März12
Otto I. und Barnim III. schlossen mit König Johann von Böhmen ein Schutzbündnis gegen alle außer: Bischof v. Cammin, Herzog von Lüneburg, Graf v. Holstein, Hermann v. Werle. Der König versprach, sich nicht auf Kosten der Pommern mit dem Kaiser zu versöhnen. [36, S. 58]

1338 Aug.14
Kaiser Ludwig belehnte die Herzöge Otto I. und Barnim III. mit dem Herzogtum Pommern-Stettin. (Vorbehalt: Die Erbfolge Brandenburgs.) Friedensvertrag zwischen Pommern und der Mark Brandenburg geschlossen. [36, S. 61ff]

1338
Freienwalde erhielt Stadtrecht.[92]

1338
Das Kloster Buckow stellte eine Verschreibung über die Lokation von Alten-oder Neuenhagen südlich von Rügenwalde aus. (PUB 10 Nr.5593) [85, S. 39]

1338
Reichstag in Frankfurt am Main: Markgraf Ludwig entließ die Herzöge Otto I.und Barnim III. von Pommern-Stettin aus der Lehnsherrschaft Brandenburgs. Erhielt aber das Erbfolgerecht. [7/I, S. 136] auch [30, S. 5]

1339 Feb.8
Barnim III. von Pommern-Stettin übereignete bei einer Reise nach Bamberg dem Kloster Michelsberg das "seit altersher"zu stehende Patronatsrecht der Kirche in Jarmen mit allen Rechten und Einkünften. (vgl.1182) [57, S. 20]

1339
Der Markgraf Ludwig von Brandenburg (Wittelsbach) versprach, den Herzögen von Pommern-Stettin (Otto I. und Barnim III.) Kriegshilfe gegen die Städte Stettin, Greifenhagen und Gollnow. [57, S. 29]

1339 Juli 8
Die Städte Stettin, Greifenhagen, Gollnow beschlossen,bei Erbfolge nur dem Wolgaster Herzog zu huldigen, nicht dem Markgrafen. Vertrag wurde auf Stralsund, Greifswald, Demmin und Anklam ausgedeht. [7/I, S. 137]

1339 Juni 16
Die Herzöge von Pommern-Wolgast (Bogislaw V., Barnim IV. und Wartislaw V.) nahmen die Städte Stettin, Greifenhagen und Gollnow unter ihren Schutz und verliehen ihnen Zollprivilegien an Swine und Peene. [57, S. 29]

1340
Bublitz erhielt Stadtrecht.[92]

1340 März23
In einem Vertrag zwischen Barnim III.von Pommern-Stettin und den Städten Greifswald,Anklam und Demmin versprach der Herzog, daß an der Peene außer Jarmen keine Städte und Burgen neu befestigt werden sollten. vgl.1329 Jan 1 [57, S. 28]

1340
Herzog Barnim III. von Pommern-Stettin verlieh der Stadt Gartz/O. das Recht, Stettiner Pfennige zu prägen und (1341)die Gerichtsbarkeit über alle Einwohner des Herzogtums Pommern-Stettin auszuüben. (Vorher lagen beide Rechte nur bei Stettin) vgl. 1339 Juni 1 [57, S. 29]

1341 Jan.28
Die Stadt Stettin huldigte den Herzögen von Pommern-Wolgast und verpflichtete sich, alle Abgaben, die sie an Barnim III. von Pommern-Stettin zu entrichten hatte nun den Wolgaster Herzögen zu erbringen. [57, S. 29]

1343
Zanow erhielt Stadtrecht.[92]

1346
Beginn des Schloßbaus in Stettin 91/3.T./24

1346
Bütow erhielt Stadtrecht.[92]

1346 Aug.24
Barnim III. zwang die Stadt Stettin in einem Vertrag, auf dem Platz der alten Burg ein steinernes Haus mit einem Wall für ihn zu bauen [124, S. 22]

1347
Fiddichow erhielt Stadtrecht.[92]

1348-1350
Pestepedemie in Pommern. [85, S. 46]

1348 Juni 12
Karl IV.hob Erbanwartschaft der Brandenburger auf und sicherte den Wolgaster Herzögen die Erbfolge Pommern-Stettins zu. Belehnung zur Gesamthand. [30, S. 61]

um 1350
Gründung eines Franziskanerklosters in Dramburg. [62, S. 175]

1351 Okt.25
Schlacht am Schopendamm bei Loitz zwischen den Pommern und den Mecklenburgern. Niederlage der Mecklenburger. Graf von Gützkow gefallen. [7/I, S. 142]

1354 Feb.
Friedensschluß von Stralsund Länder Barth und Grimmen zurück an Pommern. [7/I, S. 142]

1354 Apr.4
Vertrag zwischen Barnim III.und Ludwig dem Römer: Barnim erhielt östliche Uckermark mit Brüssow, Gramzow, Schwedt, Angermünde zurück. Pasewalk weigerte sich dem Markgrafen zu huldigen und schloß sich den Wolgaster Herzögen an. (Bogislaw V, Barnim IV., Wartislaw V.) [7/I, S. 141]

1356
Herzog Bogislaw V. zwang dem Kamminer Bischof Johann von Lauenburg den Verzicht auf die Rechte von 1176/1180 ab. Johann erkannte Schirmvogtei der Herzöge über das Stift an. [2, S. 292]

1356
Gründung eines Augustiner-Eremitenklosters bei Neustettin [62, S. 179]

1356
Gründung des Klosters Marientron am Streitzigsee [62, S. 179]

1357
Leba erhielt Stadtrecht.[92]

1357 März 4
Kaiser Karl IV. belehnte Barnim III. mit dem Herzogtum Stettin. 56 Text: 72/I/1

1359
Ludwig der Römer verpfändete Pasewalk und die Schlösser Alt- und Neutorgelow an die Wolgaster Herzöge. [7/I, S. 142]

1360 Jan. 21
Gründung eines Kartäuserklosters in Grabow bei Stettin. [62, S. 181]

1361
Stralsund, Greifswald, Anklam, Stettin und Kolberg beteiligten sich an einem Kriegszug gegen Dänemark. (scheiterte) Die Herzöge versuchten zu vermitteln. [7/I, S. 144]

1368 Mai
Anklam: Vorläufige Teilung Pommern-Wolgasts 8.6.1372 endgültig in vorpommerschen und hinterpommerschen Teil. [7/I, S. 149]

1370
Der Kaiser verbündete sich mit den pommerschen Herzögen gegen Markgraf Otto von Brandenburg. [30, S. 6]

1370 Mai 24
In Stralsund wurde zwischen Dänemark und der Hanse ein Friedensvertrag geschlossen. 73/I/142ff

1371 Juli 20
Waldemar von Dänemark vermittelte einen Frieden zwischen den Stettiner Herzögen und Otto von Brandenburg im Streit um die Uckermark: Stettiner behielten alle Besitzungen, die Barnim III. gehabt hatte. [7/I, S. 149]

1372
In einem erneuten Kampf um die Uckermark schloß sich der Kamminer Bischof Brandenburg an.
24.8. Sturm auf Königsberg/Nm. Tod Kasimirs IV.
Nov.: Friedensschluß garantiert Uckermark als pommerschen Besitz. [7/I, S. 149]

1372
Im Vertrag von Stargard wurde das Herzogtum P.-Wolgast geteilt. [122, S. 55]

1372 Okt.29
Stettiner Herzöge Swantibor III. und Bogislaw VII. schlossen in einem Abkommen mit dem Wolgaster Herzögen Wartislaw VI.und Bogislaw VI. sowie dem Markgrafen Frieden. Bogislaw V. schloß sich dem Abkommen an. [7/I, S. 166]

1376 Dez.5
Aufteilung Vorpommerns zwischen Wartislaw VI. (Rügen, Stralsund, Barth, Damgarten, Tribsees, Loitz) u. Bogislaw VI.(Wolgast, Usedom, Greifswald, Anklam, Gützkow(?)) [7/I, S. 166]

1386 Juli 10
Wartislaw VII.und Bogislaw VIII. schlossen mit dem Hochmeister des Deutschen Ordens ein Bündnis gegen Polen. Herzöge erhielten 10000 Mark und die Zusage auf die Landschaft Dobrzyn. [7/I, S. 176]

1388 Apr.
Bündnis Swantibors III.und Bogislaws VII. mit Deutschem Orden gegen Polen. Sie stellten 100 Schützen, 400 Pferde, 100 Ritter. [7/I, S. 176]

1388 Dez.13
Überfall pommerscher und märkischer Ritter auf Wilhelm von Geldern bei Zanow (Reise nach Preußen). [7/I, S. 176]

1388
Einfall der Stettiner Herzöge in die Uckermark. [7/I, S. 173]

1390 Nov.2
Wartislaw VII. leistete dem polnischen König den Lehnseid. [7/I, S. 177]

1393
In Stettin fand ein geistlicher Prozeß gegen Waldenser aus Pommern,der Uckermark und der Neumark statt. [103, S. 350]

1393
Einfall der Stettiner Herzöge in die Uckermark. [7/I, S. 173]

1394
Kartäuserkloster Mariakron bei Rügenwalde gegründet. [62, S. 181]

1395
Swantibor III. und Bogislaw VIII. schlossen ein Bündnis mit Polen. [7/I, S. 178]

1397 Sommer
Erich von Pommern (ursprüngl.Name war Bogislaw) wurde zum norwegischen König gekrönt. (15 Jahre alt) (1438 Absetzung und Rückkehr nach Pommern) [74]

1398 Mai 10
Barnim VI. und Wartislaw VIII. wurden gezwungen, den Seeräubern ihre Unterstützung zu entziehen. [7/I, S. 169]

1399 Nov.25
Herzöge von Pommern und Mecklenburg schlugen bei Neuensund am Karrenberg die Märker. Prenzlau und die Uckermark fielen in ihre Hände. [7/I, S. 173]


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