Hinterpommersche Bauernliste 1666
Nachdem die Bauernliste von 1655 bei der
Steuerbemeßung nicht den gewünschten Erfolg hatte (die Gutsbesitzer
hatte wohl kein echtes Interesse) und die Klagen nicht aufhörten,
entschloß sich die hinterpommersche Regierung dieses mal an die Pfarrer
heranzutreten.
Am 15. März 1666 verschickte die Regierung ein Rundschreiben an die
Pröpste. Diese sollten daraufhin ihre Kirchspielpfarrer verpflichten,
genaue Beschreibungen über den früheren und damaligen Zustand
ihrer Kirchspiele, Grundbesitzer, über Bauern und Kossäten
einzusenden.
Aus diesen Berichten der Pfarrer ist dann die Bauernliste entstanden.
[1]
Die Liste enthält für das Jahr 1666 von einer ganzen Anzahl
hinterpommerscher Dörfer die Namen der Besitzer, sowie die Namen
der Bauern und Kossäten.
Vor dem 2. Weltkrieg befanden sich die Unterlagen im
Geheimen Staatsarchiv
in Berlin-Dahlem (Rep. 30 Nr. 83b). Wo die Liste heute ist, entzieht sich
meiner Kenntnis.
Die Bauerliste wurde einmal vor und einmal nach dem Krieg publiziert:
- [1]
- von Schulmann, Werner: Hinterpommersche Bauernlisten aus dem 17.
Jahrhundert. Hrsg.: Reichsbauernführer. Goslar: Blut und Boden,
193x.
Serie: Quellen zur bäuerlichen Hof- und Sippenforschung, Bd. 36
- [2]
- von Schulmann, Werner: Einwohnerverzeichnisse von Hinterpommern
nach den Steuererhebungen von 1655 und 1666. Köln: Böhlau,
1966.
Serie: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern,
Reihe IV: Quellen zur Pommerschen Geschichte, Heft 7
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